Parasiten bei Nutztieren
Dass wir Menschen uns Tiere halten- so genannte Nutztiere um uns einen Vorteil daraus zu verschaffen und uns in gewisser Weise von ihnen zu ernähren, ist kein rein menschliches Verhalten. Dies tritt sehr wohl auch im Tierreich auf. Dann ist die Rede allerdings von Parasiten. Denn der Mensch möchte etwas von dem Tier- zum Beispiel die Milch von der Kuh- und tut dann alles, damit es dem Tier gut geht und sie sich wohl fühlt und somit viel Milch produziert. Bei Parasiten ist dies anders. Diese Tiere sind rein egoistisch veranlagt. Sie werden daher auch als so genannte Schmarotzer bezeichnet.
Die Zecke ist wohl der bekannteste Parasit. Sie saugt sich an ihrem ausgewählten Opfer- dem so genannten Wirt fest und ernährt sich von dessen Blut. Aber auch Flöhe, Läuse und Milben leben auf Kosten des Wirtes. Diese Tiere werden alle als so genannte Ektoparasiten bezeichnet. Das heißt, dass diese außerhalb des Körpers ihres Wirtes leben.
Die andere Gruppe der Parasiten bezeichnet man als Endoparasiten. Diese leben innerhalb des Wirtskörpers. Der Wurm beispielsweise lebt im Magen und im Darm seines ausgewählten Wirts. Dort ernährt er sich von der Gleichen Nahrung, die auch das Wirts- Tier aufnimmt. Das ist allerdings auch das Gefährliche an dem Endparasiten. Denn im Gegenzug zu den Ekoparasiten, die man klar auf der Haut oder dem Fell des Tieres erkennen kann, scheint der Endoparasit gar nicht vorhanden.
Dies kann allerdings schlimme Folgen für das Nutztier haben. Denn bleibt der Parasit zu lange unentdeckt und es erfolgt keine Behandlung durch einen Veterinärmediziner, so magert das Nutztier immer mehr ab, da die Nahrung von dem Wurm fast vollständig beansprucht wird.
Doch machen Sie sich nicht zu viele Sorgen- erfahrene Veterinärmediziner sehen oft schon auf den ersten Blick, ob es den Nutztieren gut geht, oder ob diese von Parasiten befallen sind. Gerade in einer Herdenhaltung ist eine frühe Behandlung sehr von Nöten und kann die Ausbreitung der Parasiten eindämmen und stoppen.