Ektoparasiten
Die Ektoparasiten sind „Schmarotzer“, die sich außen oder auf der Körperoberfläche ihres Wirtes zu finden sind und dort Haut, Federn, Haar- oder Wollkleid schädigen. Als Ektoparasiten kommen Insekten (z.B. Flöhe, Mücken, Haarlinge) oder Spinnentiere (z.B. Zecken, Milben) in Frage. Einige von ihnen verbringen ihr ganzes Leben auf ihrem Opfer. Manch andere, wie beispielsweise die Zecken, Flöhe und Mücken, saugen lediglich mit ihrem Mundwerkzeug das Blut und vermehren sich in der Umgebung des befallenen Tieres. Während des Vorgangs können sie Krankheiten an das Haustier weitergeben, die auch behandelt noch zum Tod führen können. Anzeichen für den Befall mit Ektoparasiten sind haarlose Stellen, struppiges Fell oder permanenter Juckreiz.
- Zecken beißen sich in der Haut fest und saugen über längere Zeit Blut aus ihrem Wirt. Wenn sie sich genügend vollgesaugt haben, lösen sie ihren Biss und fallen ab. Sie können während des Blutsaugens Krankheiten wie Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, die Nervenfunktionsstörungen bewirken.
- Läuse können sowohl saugen wie auch beißen und dadurch Haustieren wie Meerschweinchen, Hamster, Hund und Katze zu schaffen machen. Ausgewachsene Läuse befallen am häufigsten den Kopf, Ohren, Achseln und die Leisten des Wirtes und lösen bei ihm einen starken Juckreiz und schuppende Ekzeme aus, sie können aber auch zu einem beträchtlichen Blutverlust führen. Die Haarlinge sind eine Unterart der Läuse, die sich ausschließlich von Hautschuppen und Haaren ernähren.
- Milben zählen wie Zecken zu den Spinnentieren und leben überall dort, wo tierische oder pflanzliche Nahrung zu finden ist. Sie sind kleiner als 1mm und somit mit bloßem Auge für den Menschen nicht zu erkennen. Werden Haustiere von beispielsweise der Ohrmilbe oder Haarbalgmilbe befallen, bleiben kleine Kulturen noch unbemerkt. Bei größerem Befall kann es jedoch zu massiven Juckreiz und entzündlichen Reaktionen führen.
- Flöhe können aufgrund ihrer schnellen Entwicklung und Fortpflanzung zu einem ernstzunehmenden Problem werden. Sie sind Fellbewohner und saugen täglich das 10- bis 20-fache ihres eigenen Volumens aus ihrem Opfer heraus. Aufgrund ihrer enormen Sprungkraft können sie leicht den Wirt wechseln und dort ihre Eier ablegen.