Haustiere

Schon in der Steinzeit lebte der Mensch eng mit Tieren zusammen, dies beweisen zahlreiche Knochenfunde in Höhlen der Steinzeitmenschen. Der Wolf gilt dabei als der wohl älteste Weggefährte des Steinzeitjägers. Er war ständiger Begleiter bei der Jagd, diente dem Menschen aber auch als Jagdbeute, Fettlieferant und war Handelsware um das eigene Überleben und das der Familie zu sichern. Doch bereits damals war das Tier mehr als nur Nutztier und Futter.

Heutzutage halten sich viele Menschen ein oder mehrere Haustiere um die Zeit sinnvoll mit einem Gefährten und Freund verbringen zu können und sich an dem Wohlbefinden des anderen zu erfreuen. Dabei ist die Vielfalt an möglichen Haustierarten nicht mehr überschaubar. Die Grenze zwischen Nutztieren und Haustieren ist ein schmaler Grad und verschwimmt oft genug miteinander. Das liegt daran, dass die meisten Haustiere von ihren wilden Vorfahren abstammen und über die Jahrhunderte eigens von der Menschheit gezähmt wurden. Indem der Tierhalter dem Nutztier Namen gibt, baut er zusätzlich eine persönliche Beziehung zu dem Geschöpf auf und lässt die ausschließliche Bezeichnung von „Nutztier“ nicht mehr zu.

Das erste Wesen, das den meisten Menschen bei dem Wort „Haustier“ einfällt, ist wohl der Hund oder die Katze. Doch die Haustiervielfalt ist viel zahlreicher als manche denken. Von den eher gewöhnlichen tierischen Mitbewohnern wie z.B. Vögel, Fische oder Nagetieren, wie Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen, gibt es auch eher ungewöhnliche Gefährten. Mittlerweile sind auch Reptilien, wie beispielsweise Schlangen und Schildkröten, bis hin zu Krokodilen, Spinnen oder Insekten in den eigenen vier Wänden manches Wohnungsbesitzers anzutreffen.

Bei jedem Haustier, aber besonders bei den eher wilderen Arten, sollte auf genügend Platz für die Tierhaltung geachtet werden. Wie wir Menschen brauchen unsere Freiraum und auch die Natur, damit wir uns Wohl fühlen und entfalten können. Außerdem benötigen Haustiere von ihrem Halter stets genügend Pflege und Aufmerksamkeit. Nur so ist das Wohlbefinden des ständigen Freundes gesichert. Wie in einer Beziehung von Mensch zu Mensch besteht auch zwischen Tier und Mensch ein ständiges Geben und Nehmen.