Vogelgrippe

Die Vogelgrippe umfasst umgangssprachlich eine Viruserkrankung von Vögeln durch Influenzaviren. Für die Erkrankung der Vogelgrippe wird auch häufig das Synonym der Vogelpest verwendet. Beim Erreger kann es sich um unterschiedliche Arten von Influenzaviren handeln. In den letzten Jahren kamen einige Fälle der Übertragung durch Vögel auf Säugetiere und Menschen auf. Dieser Erreger wird oft unter dem Namen H5N1 bezeichnet. Bei einem Übergreifen auf andere Arten und Gattungen bezeichnet man den Virus als Zoonose. Wie alle Influenzaviren die Vögel befallen ist die Krankheit der Vogelgrippe meldepflichtig.

  • Infektion und Krankheitsbild:Infektiöses Material stellt meistens der Kot oder Kotpartikel von Vögeln dar. Durch den Kot werden Viren ausgeschieden und können durch Inhalation oder orale Aufnahme wieder auf neue Tiere übertragen werden. Die Folgen der 1997 erstmalig ausgebrochenen Infektion des H5N1 Virus ist laut „New Scientist“ die schlimmste Erkrankungswelle, die jemals unter Tieren bekannt geworden ist. Das Krankheitsbild und der Virus selbst befallen meistens die Atemwege.

    Als Symptome treten meist schwere Ateminfektionen bis hin zu Lungenentzündungen auf. Einher gehen diese Symptome mit hohen Fieber der Tiere.  Auch können Schwellungen und Blauverfärbungen der Schleimhäute auftreten. In besonders schlimmen Fällen kommt es zu neurologischen Ausfällen und Störungen des betroffenen Tieres. Dies macht sich meist durch eine sonderbare Haltung des Kopfes und durch Gang- und Bewegungsstörungen bemerkbar. Des Weiteren kommt es zu Wassereinlagerungen und Ödemen, auch Durchfälle werden durch die Infektion ausgelöst.
    Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass das Gesundheitsbild bei betroffenen Tieren stark beeinträchtigt ist. Die Tiere sind meist aphatisch und zurückgezogen. Der Tod tritt so gut wie bei jedem infizierten Tier ein.

  • Therapie:Die Hauptprävention ist das Töten aller betroffenen Tiere und die anschließende Verbrennung der Kadaver. Mittlerweile gibt es außerdem für große Zuchtbetriebe Impfstoffe die in Form von Todimpfstoffen aber auch passiven Anitkörperimpfstoffen vorliegen. Da der Tod des Tieres durch die Infektion so gut wie unausweichlich ist und alle betroffenen Tiere geschlachtet werden müssen, gibt es keine weiteren Therapiemöglichkeiten.