Toxoplasmose
Die Toxoplasmose ist eine durch den Erreger Toxoplasma gondii auftretende Infektionskrankheit die primär Tiere und hier besonders Katzen befällt. Der Erreger ist ein bogenförmiges Protzozoon mit parasitischer Lebensweise. Dieser Mikroorganismus ist verwandtschaftliche nahe mit dem Erreger der Malaria verwandt und verhält sich auch in seiner Vermehrungsphase ähnlich.
Als Hauptwirt befällt er überwiegend Katzen kann aber auch in anderen Tieren und auch im Menschen nachgewiesen werden und Symptome einer Krankheit auslösen.
- Zyklus einer Toxoplasmoseinfektion:
Die fertigen Eier (Oozysten genannt) werden vom Endwirt im Kot ausgeschieden. Als Endwirt kann nur ein katzenartiges Tier wie die Hauskatze oder bestimmte Schleichkatzen dienen. Durch die ausgeschiedenen Eier im Kot gelangt der Erreger nun durch meist orale Aufnahme in den Zwischenwirt. Die Oozysten sind meist über mehrere Jahre hinweg infektiös und überdauern selbst harten Witterungsbedingungen wie Hitze und Frost.
Als Zwischenwirt dienen nun meist Vögel oder kleine Säugetiere. Hier beginnt sich der Erreger in kernhaltige Zellen des Zwischenwirts festzusetzen. Diese sind vor allem die Zellen der Lymphknoten. Nach erfolgreicher Infektion beginnt sich der Erreger nun ungeschlechtlich zu teilen und zu vermehren. Durch die Vermehrung kommt es zu einem absterben der betroffenen Zellen. Diese platzen und setzen den vermehrten Erreger in den Organismus frei. Dieser Vorgang wiederholt sich etwa alle 6 Stunden. Der Erreger kann daraufhin beispielsweise mit dem Blut über die Plazenta auch ungeborene Föten befallen und setzt sich damit auch in weiteren Tieren fort. Die Infektion des Zwischenwirts bleibt meist Symptomlos.
Wird der Zwischenwirt wiederum selbst von einer Katze gefressen, gelangen die sich nun vermehrten Erreger in den Kreislauf der Katze. Sobald sie das Tier infiziert haben, beginnt nun eine geschlechtliche Vermehrung der Protozonen. Nach erfolgreicher geschlechtlicher Vermehrung entstehen wiederum Oozysten die mit dem Kot der Katze ausgeschieden werden und der Kreislauf beginnt von neuem.
- Krankheitsverlauf und Schäden:
Die Infektion durch Toxoplasmose verläuft in den meisten Fällen Symptomlos. Nur vereinzelnd treten bei Tieren Fieber sowie Muskelkrämpfe und Schmerzen auf. Man geht jedoch davon aus, dass der Erreger in das Gehirn von Wirbeltieren einwandern kann und seinen Wirt manipulieren kann. So haben Studien bewiesen, dass mit Toxoplasmose infizierte Ratten ihre natürliche Scheu vor Katzengeruch verloren haben und keine Angst mehr vor ihnen haben. Dies würde erklären warum infizierte Tiere von Katzen leichter gefangen und gefressen werden können.
- Therapie:
Bei Tieren bleibt eine Infektion durch Toxoplasmose in der Regel ohne Therapie. Infizierte Tiere können jedoch mit Antibiotika behandelt werde, diese greifen gut und die Heilungschancen sind sehr positiv.
- Gefahr für den Menschen:
Toxoplasmoseerreger können durch das Säubern und den Kontakt mit Katzenkot aber auch durch den verzehrt von infizierten Tieren (darunter zählen auch Schweine und Rinder) in den Menschen gelangen. Dort löst er meist keine gravierenden Schäden aus. Jedoch ist eine Infektion bei Schwangeren sehr gefährlich. Der Erreger gelangt über die Plazenta zum Kind und löst hier meist schwerwiegende Behinderungen aus. Ein Toxoplasmosetest in der Schwangerschaft ist daher unumgänglich.